Bahnhof
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Am 7. Juni 2002 wurde die Bahnhofsunterführung und der Bahnhofsvorplatz offiziell eröffnet.

Damit rückt der Bahnhof mehr ins Herz der Stadt.

Die gesamte Maßnahme beruht auf der Initiative und der Idee des früheren Dezernenten für die Stadtwerke Günther Wind (SPD) zusammen mit dem früheren Oberbürgermeister Hans Otto Streuber (SPD). Durch die Zusammenarbeit von Günther Wind und Hans Otto Steuber mit dem Land Rheinland-Pfalz, dem Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) und den Stadtwerken wurden die Voraussetzungen für die vorbildliche Anlage geschaffen. 

"Mit dem heutigen Tag erhält Zweibrücken erstmals von der Autobahn her einen Stadteingang, der der Bedeutung der Stadt gerecht wird. Das wird auch Auswirkungen auf die Bedeutung des Schienenpersonenverkehrs haben", ist sich Zweibrückens Oberbürgermeister Jürgen Lambert bei der Einweihungsfeier sicher. Die Fertigstellung der Unterführung und des Bahnhofsvorplatzes sei der letzte Abschnitt eines Gesamtwerkes, das 30 Millionen Mark gekostet habe. Darin eingeschlossen ist die Südtangente und die Autobahnanbindung. 

Schade, dass die Verdienste von Günther Wind (SPD) bei der Fertigstellung durch den OB und den Baudezernenten (die der CDU angehören) nicht mehr erwähnt worden sind.

Das Land Rheinland-Pfalz hat den Löwenteil der angefallenen Kosten getragen. Außerdem hat eine Kapitalentnahme aus den Zweibrücker Stadtwerken, die vor zwei Jahren teilweise privatisiert wurden,  gewährleistet, dass die Stadt sich für das Bauprojekt am Bahnhof nicht mehr verschulden musste.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) gab bei der Feier zu, dass das letzte Jahrzehnt für die Stadt Zweibrücken und die gesamte Westpfalz alles andere als einfach gewesen sei. Doch die Verkehrsinfrastruktur von Zweibrücken habe jetzt einen großen Schritt nach vorne gemacht. Der Rückzug der amerikanischen Streitkräfte habe große Herausforderungen und Veränderungen ausgelöst, die für viele schmerzhaft gewesen seien. Die Konversion sei zwar nicht abgeschlossen, aber die gesamte Westpfalz sei auf einem guten Weg. Auf diesem Weg werde das Land die Bevölkerung nicht alleine lassen. "Wir werden auch weiterhin, dort wo wir können und es die öffentlichen Finanzen es zulassen, finanzielle Unterstützung leisten", versprach Bauckhage bei der Einweihungsfeier. 

Mehrere Redner lobten, dass der neue Bahnhofsvorplatz und dessen Verkehrsanbindung ein Musterbeispiel zukunftsgerichteter Verkehrspolitik sei. Gleichzeitig werde die Zweibrücker Innenstadt vom Verkehr entlastet.

Michael Berg, Gesellschafter des Büro Schönborn, hob einen wesentlichen Unterschied des Zweibrücker Bahnhofes zum Frankfurter Hauptbahnhof hervor. "Zweibrücken hat zwei unmittelbare Autobahnanschlüsse und die Anbindung an das Straßennetz ist vorbildlich." Der Bahnhof selbst sei mit dem DB-Service-Store und den noch folgenden Baumaßnahmen beispielhaft. 

Armin Wagner, Bahnhofsmanager in Kaiserslautern, ergänzte: "Durch die Konzentration der Busse, der Taxen, des Individualverkehrs und des Öffentlichen Personennahverkehrs an einem Ort wird das Bahnhofsumfeld entscheidend verbessert." Nach den Umbauarbeiten auf dem Bahnhof, die bereits im Hauptgebäude begonnen haben, würde dieser zu einem neuen Lebensmittelpunkt in Zweibrücken. Nach Abschluss der zweiten Bauphase werden in Bahnhofsnähe 170 Parkplätze zur Verfügung stehen, kündigte Rolf Franzen (CDU) bei seiner Einweihungsrede an. Er kann stolz darauf sein, dass er dazu beitragen konnte, dass das von Günther Wind begonnene Werk rechtzeitig vor dem Rheinland-Pfalz-Tag fertig wird  - trotz der zahlreichen Rückschläge.  Franzen  trat sein Amt als Baudezernent an, als nach der Fertigstellung der Südtangente die Bahnhofsunterführung in die heiße Bauphase eintrat.

 

Mail: walter@rimbrecht.de

Bearbeitungsstand: 11. April 2004 - (c) Walter Rimbrecht